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Constanze Krehl fordert anlässlich des Besuchs von EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș in Mitteldeutschland Sonderregelung für ostdeutsche Agrargenossenschaften
Anlässlich des Besuchs von EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș in Mitteldeutschland am morgigen Montag erklärt die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl:
„In den neuen Reformvorschlägen zur zukünftigen Agrarpolitik wird eine Einführung von Obergrenzen für Direktzahlungen gefordert. Sie sollen den Weg zu einem wettbewerbsfähigeren europäischen Agrarsektor ebnen und unsere Landwirtschaft für den Weltmarkt öffnen.
Die Kommission möchte den landwirtschaftlichen Großbetrieben in Zukunft mehr Eigenständigkeit abverlangen. Das Geld soll in der nächsten Förderperiode vermehrt kleineren Betrieben sowie der Förderung von Forschung und Innovation in der Landwirtschaft zu Gute kommen.
Die ostdeutschen Agrargenossenschaften werden in den jetzigen Planungen der Kommission aber nicht genügend berücksichtigt, weil dieses Modell in Europa sonst wenig verbreitet ist. Auf dem Papier wirken Agrargenossenschaften aufgrund ihrer Fläche wie Großbetriebe und sind deswegen von Mittelkürzungen bedroht. Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam für die Form der Agrargenossenschaft und ihre wichtige Rolle als Arbeitgeber im ländlichen Raum werben.
Ich fordere Kommissar Cioloș daher auf, in den Reformvorschlägen eine Sonderregelung zu finden, die der Situation der ostdeutschen Agrargenossenschaften gerecht wird.“
Constanze Krehl: "Langfristig vernünftig planen, aber auch auf die Herausforderungen von heute reagieren"
Am Mittwoch fand in Brüssel die erste Sitzung des Regionalausschusses des Europäischen Parlaments in 2012 statt. Damit beginnt ein entscheidendes Jahr in der Debatte um die Zukunft der europäischen Regionalpolitik.
Neben dem dänischen Europaminister Nicolai Wammen, dessen Land in den kommenden sechs Monaten dem Europäischen Rat vorsitzt, nahm auch Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, an der Sitzung teil. Mit ihm führten die Europaabgeordneten eine lebhafte Debatte, deren Grundlage das Arbeitspapier von Constanze Krehl und Lambert van Nistelrooij darstellte, in dem die Leitlinien und Ziele der zukünftigen Regionalpolitik behandelt werden.
Kommissar Hahn stellte während der Sitzung klar, dass im zukünftig vorgesehen Partnerschaftsvertrag zwischen der Kommission und den Mitgliedsstaaten auch die Regionen und die lokalen Akteure einbezogen werden. Die Ausgestaltung dieses Vertrags ist der Berichterstatterin Constanze Krehl ein wichtiges Anliegen: "Der Partnerschaftsvertrag ist das richtige Instrument, um Mitentscheidung zur Programmgestaltung auf die regionale und lokale Ebene zu bringen."
Weiteren Handlungsbedarf sehen die Mitglieder des Ausschusses allerdings bei der Diskussion um die Konzentration der Mittel auf wenige thematische Prioritäten. "Die Regionen müssen selbstständig entscheiden können, auf welche Themen die Gelder konzentriert werden sollen", so Constanze Krehl, die diese Woche als Sprecherin der Sozialdemokratischen Fraktion im Regionalausschuss bestätigt wurde.
Um eine kurzfristige Reaktion auf drängende ökonomische Probleme ging es am Donnerstag in der Debatte mit Horst Reichenbach, der die Task-Force der EU-Kommission zur Unterstützung Griechenlands leitet. Er betonte die Bedeutung der EU-Unterstützung für den krisengeschwächten Staat: "Die Gelder aus den Strukturfonds stehen zur Verfügung. Jetzt muss organisiert werden, dass sie auch in den Projekten ankommen." Eine Liste von 180 Projekten wurde bereits erarbeitet. "Das Europäische Parlament unterstützt diese Politik zum Ankurbeln der griechischen Wirtschaft ausdrücklich", unterstrich Krehl.
Constanze Krehl als Koordinatorin der europäischen Sozialdemokraten für Regionalpolitik bestätigt
Sächsische Abgeordnete leitet für Fraktion Verhandlungen zu zukünftigen EU-Fördermitteln / Gleichbehandlung der sächsischen Regionen als zentrale Herausforderung
Die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl wurde am heutigen Dienstagabend als Koordinatorin der europäischen Sozialdemokraten für die Regionalpolitik gewählt. Die entsprechende Arbeitsgruppe der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament bestätigte Krehl zur Halbzeit der laufenden Legislatur ohne Gegenkandidatur.
Die SPD-Abgeordnete steht damit in den laufenden Verhandlungen um die Verteilung der künftigen EU-Mittel in der Regionalförderung weiterhin an der Spitze der sozialdemokratischen Fraktion. In diesen Verhandlungen ist Krehl gleichzeitig Berichterstatterin für die sogenannte Allgemeine Verordnung, die gemeinsame Bestimmungen für alle Fonds der Regionalpolitik festgelegt.
„Für Sachsen ist besonders wichtig, dass zukünftig alle sächsischen Regionen in gleicher Höhe und gleicher Weise gefördert werden. Einer der größten Erfolge aus den vergangenen zwei Jahren war die Einführung der Zwischenkategorie durch die europäischen Sozialdemokraten. In diese Zwischenkategorie würden alle sächsischen Regionen fallen, auch Leipzig. Jetzt ist die Herausforderung, alle Regionen innerhalb der Zwischenkategorie gleich zu behandeln. Es darf nicht sein, dass Leipzig in Bezug auf die Kofinanzierungssätze gegenüber Chemnitz oder Dresden benachteiligt wird“, erklärte Constanze Krehl.
Constanze Krehl: "EU-Gelder für krisengeschwächte Länder freigegeben"
Griechenland, Irland und andere Mitgliedstaaten, die bei der Bewältigung der Staatsverschuldung mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, bekommen im Rahmen der europäischen Regionalförderung Unterstützung von der EU. Das Europäische Parlament hat sich am Donnerstag in Brüssel für eine entsprechende Änderung der aktuellen Allgemeinen Verordnung zu den EU-Regionalfonds ausgesprochen.
Sparzwänge und knappe Finanzmittel lassen keinen Spielraum für wichtige Investitionen und halten die Wirtschaft in vielen Mitgliedstaaten am Boden. Die Kürzungen bei den öffentlichen Finanzmitteln erlauben einigen Ländern nicht einmal, die für sie bereitgestellten europäischen Fördergelder abzurufen“, so Constanze Krehl, SPD-Europaabgeordnete und regionalpolitische Sprecherin der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Denn Projekte der europäischen Regionalpolitik werden nur dann durchgeführt, wenn die Empfängerregionen einen gewissen finanziellen Eigenanteil daran mittragen. Doch dafür fehlt manchen Ländern in Europa das Geld. „Wir müssen jetzt Instrumente schaffen, die es ermöglichen die Wirtschaft, wie etwa in Griechenland, aufzubauen“, erklärte Constanze Krehl weiter.
Um die Verfügbarkeit von EU-Geldern aus den Regionalfonds zu steigern und Investitionen in Mitgliedstaaten und Regionen zu beschleunigen, soll daher nun in Ausnahmefällen der nationale Eigenanteil vorübergehend gesenkt oder in Teilen ganz ausgesetzt werden. "Mit der Ausnahmeregelung können wir jetzt endlich das Geld auszahlen, das wir diesen Ländern schon längst zugeteilt haben und das sie jetzt so dringend brauchen", kommentierte Constanze Krehl den Vorschlag.
Gebrauch von der neuen Regelung können aber nur Mitgliedstaaten machen, die wegen ihrer gesamtwirtschaftlichen Situation und Haushaltslage über zu wenige Mittel verfügen, um ihren Finanzierungsbeitrag zu leisten und in denen die Umsetzung von EU-Regionalprojekten ansonsten gefährdet wäre. Zum jetzigen Zeitpunkt erfüllen unter anderem Griechenland, Irland und Portugal die Ausnahmekriterien der geänderten Verordnung. Die Höhe der insgesamt für den Zeitraum 2007-2013 für sie bereitgestellten Mittel bleibt unverändert.
Mit den Mitteln der Europäischen Regionalpolitik soll vor Ort die Wirtschaft vorangebracht werden, die Verwaltung gestärkt und den Menschen geholfen werden, eine Arbeit zu finden. Die geänderte Verordnung tritt umgehend nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Constanze Krehl: "EU-Gelder für krisengeschwächte Länder freigeben"
In einer Eilabstimmung haben die Regionalpolitiker des Europäischen Parlaments ein Gesetz auf den Weg gebracht, um denjenigen Ländern unter die Arme zu greifen, die in Europa am stärksten von der Krise betroffenen sind. Bis sich diese Staaten wieder wirtschaftlich erholt haben, zahlt die EU im Rahmen der Regionalpolitik einen größeren Anteil an den dort durchgeführten Förderprojekten. Eine entsprechende Änderung der Allgemeinen Vorschriften zu den europäischen Struktur- und Kohäsionsfonds nahm der Regionalausschuss am Montagabend in Straßburg an.
"In vielen Ländern Europas halten Sparzwänge und knappe Finanzmittel die Wirtschaft am Boden", erklärte Constanze KREHL, SPD-Europaabgeordnete und regionalpolitische Sprecherin der europäischen Sozialdemokraten, den Hintergrund der Abstimmung. "Wir müssen jetzt alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um unsere krisengeschwächten Länder, wie etwa Griechenland, wieder aufzubauen."
Projekte der europäischen Regionalpolitik werden nur dann durchgeführt, wenn die Empfängerregion einen gewissen Eigenanteil daran mitbezahlt. Doch dafür fehlt manchen Ländern in Europa das Geld. Für diese soll der Eigenanteil deshalb nun gesenkt werden. Die EU dürfte ein Projekt, beispielsweise zur Unterstützung der lokalen Wirtschaftsstruktur, auch dann finanzieren, wenn von nationaler Seite nur ein geringer Beitrag – in Ausnahmefällen auch Null Prozent – gezahlt würde.
"So können wir das Geld endlich auszahlen, das wir diesen Ländern schon längst zugeteilt haben", kommentierte Constanze KREHL den Vorschlag.
Mit den Mitteln der Europäischen Regionalpolitik soll vor Ort die Wirtschaft vorangebracht werden, die Verwaltung gestärkt und den Menschen geholfen werden, eine Arbeit zu finden.
"In Krisenzeiten wie dieser ist es wichtig, schnell und entschlossen auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren", begrüßte Constanze KREHL das erfolgreiche Abstimmungsergebnis. "Ich gehe davon aus, dass Anfang 2012 die Gelder fließen können. Sparen ist wichtig – aber an den richtigen Stellen investieren, mindestens ebenso."
Bevor die Änderung in Kraft treten kann, muss das Plenum noch zustimmen. Das wird voraussichtlich während der Mini-Plenarwoche Anfang Dezember in Brüssel erfolgen.
Constanze Krehl: "Licht und Schatten – Startschuss für Neuordnung der Kohäsionspolitik"
Als eine Mischung aus Licht und Schatten bezeichnete Constanze Krehl, SPD-Europaabgeordnete und sozialdemokratische Koordinatorin für regionale Entwicklung, das am Donnerstag von der EU-Kommission vorgestellte Gesetzespaket zur Neuordnung der europäischen Kohäsionspolitik für die nächste Förderperiode ab 2014. Erstmalig wird die allgemeine Verordnung neben den Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds in Zukunft auch die Rahmenbedingungen für den Landwirtschafts- und Fischereifonds festschreiben.
Constanze Krehl, die als Co-Berichterstatterin die grundlegende Rahmenverordnung federführend für das Parlament betreuen wird, begrüßte den neuen Ansatz, die EU-Fonds stärker aufeinander abzustimmen: "Gerade in besonderen Krisensituationen müssen wir die vorhandenen Instrumente gezielter koordinieren, um eine harmonische Entwicklung der EU als Ganzes zu fördern."
Insgesamt 376 Milliarden Euro sieht die Kommission zwischen 2014 und 2020 für die Kohäsions- und Strukturpolitik vor. Davon sollen 38,9 Milliarden Euro in Regionen fließen, die sich in einem Übergangsstadium ihrer wirtschaftlichen Entwicklung befinden und ansonsten in Teilen erhebliche Einbußen hätten hinnehmen müssen. Denn nach 2013 werden voraussichtlich nur noch 65 Regionen die Höchstförderung aus der EU benötigen. Derzeit sind es 84 sogenannte Konvergenzregionen.
Constanze Krehl: "Erfreulicherweise hat die EU-Kommission die Parlamentsforderung nach einer neuen Zwischenkategorie in den neuen Verordnungsvorschlägen aufgenommen. Davon könnten auch Regionen in Deutschland profitieren und nach dem Fall aus der Höchstförderung sanfter landen."
Besonders kritisch sieht Constanze Krehl allerdings den Kommissionsvorstoß, Regionen für die mangelnde Haushaltsführung ihrer nationalen Regierungen zu sanktionieren und Fördermittel ganz oder teilweise auszusetzen. "Das Parlament hat sich bereits im Vorfeld klar dagegen ausgesprochen, gerade wirtschaftlich schwache Kommunen und Regionen in Haftung zu nehmen, wenn ihren Finanzministern das Haushaltsruder aus den Händen gleitet. Die sozialdemokratische Fraktion wird sich jedem Versuch entgegensetzen, europäische Solidarität zu untergraben."
Richtungsweisende Abstimmung im Europa-Parlament: Constanze Krehl: "Weiterhin EU-Gelder für Ostdeutschland!"
Die Regionen Leipzig, Halle und Südwestbrandenburg werden voraussichtlich von der Einrichtung einer neuen Förderkategorie in der europäischen Regionalpolitik profitieren. Mit großer Mehrheit hat das Europäische Parlament am heutigen Dienstag einen Bericht zur Zukunft der Regionalpolitik nach 2013 angenommen, in dem es sich für die Einführung dieser Zwischenkategorie ausspricht.
Entsprechend der Forderung der europäischen Sozialdemokraten soll die Förderkategorie alle Regionen umfassen, die zum Ende der laufenden Finanzperiode aus der Höchstförderung ausscheiden und jene Regionen, deren Pro-Kopf-Einkommen zwischen 75 und 90 Prozent des EU-Durchschnitts liegt. "Gerade für Ostdeutschland ist diese Lösung von besonderer Wichtigkeit", so Constanze Krehl, die als sächsische SPD-Europaabgeordnete die Bedürfnisse vor Ort bestens kennt.
"Die Zwischenkategorie umfasst genau jene Gebiete, die sich in einem Übergangsstadium ihrer wirtschaftlichen Entwicklung befinden. An einem solchen Punkt muss deren Situation durch entsprechende Fördermittel stabilisiert und verbessert werden", unterstrich die Sprecherin der europäischen Sozialdemokraten für die Regionalpolitik im EU-Parlament.
Die Finanzierung der Kategorie würde durch Mittel erfolgen, die an anderer Stelle in der Regionalförderung nicht mehr benötigt werden. Denn nach 2013 werden voraussichtlich nur noch rund 65 der insgesamt 271 Regionen Höchstförderung aus der EU benötigen. Derzeit sind es 84 sogenannte Ziel-1-Regionen.
Eine Sicherheitsklausel soll dafür sorgen, dass die Einrichtung der Zwischenkategorie nicht zu Lasten der übrigen Regionen geht. "Bei gleichem Mitteleinsatz schaffen wir so einen absoluten Mehrwert!", bilanziert Krehl abschließend.
Im September wird die Europäische Kommission ein Gesetzespaket zur Neuordnung der Regionalpolitik vorlegen, im Rahmen dessen das Politikfeld grundsätzlich erneuert wird.
Constanze Krehl: "EU-Kommission hätte mutiger sein können!“
Nach langen Verhandlungen hat sich die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel auf einen Gesetzesvorschlag für den mehrjährigen Finanzrahmen des EU-Haushalts ab 2014 geeinigt. Darin enthalten sind auch konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der europäischen Kohäsionspolitik.
"Ich hätte mir eine mutigere Investitionspolitik von Seiten der Kommission gewünscht", so Constanze Krehl, Koordinatorin der europäischen Sozialdemokraten für die Regionalpolitik. "Angesichts knapper Haushaltsmittel überrascht es mich aber nicht, dass man auch an der europäischen Regionalpolitik Einschnitte vornehmen will."
Laut Vorschlag der Kommission sollen die Ausgaben für Kohäsionspolitik von 348 Milliarden in der aktuellen Förderperiode auf 336 Milliarden für Zeit zwischen 2014 und 2020 begrenzt werden.
Ein neuer sogenannter Konnektivitätsfonds für die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen in den Bereichen Verkehr, Transport und Telekommunikation soll das Budget der Regionalpolitik ergänzen. "Dieser Fonds stellt mit 40 Milliarden Euro grundsätzlich eine sinnvolle Ergänzung der regionalpolitischen Ziele dar", so Constanze Krehl. "Allerdings hängt Erfolg oder Misserfolg des neuen Fonds von seiner konkreten Ausgestaltung ab."
Beim Kommissionsvorschlag, eine neue Zwischenkategorie in der Kohäsionspolitik einzuführen, sieht sich die Europaparlamentarierin in ihren Forderungen bestätigt. Die vorgesehene neue Kategorie soll diejenigen Regionen fördern, die sich in einem Übergangsstadium ihrer wirtschaftlichen Entwicklung befinden. "In diesen Gebieten muss die EU gesonderte Unterstützung leisten. Es ist deshalb richtig, dass die Kommission in ihrem Haushaltsvorschlag entsprechende Mittel veranschlagt."
Positiv an den Vorschlägen der Kommission sei ebenfalls, dass die territoriale Zusammenarbeit mit fast zwölf Milliarden Euro gefördert werden soll. "Durch eine intensivere Kooperation der Regionen stärken wir nicht nur deren Zusammenhalt, sondern können die Mittel der Kohäsionspolitik auch effizienter einsetzen", so Constanze Krehl abschließend.
Constanze Krehl: „EU-Mittel in Griechenland investieren!“
"Der Vorschlag, ein Konjunkturprogramm für Griechenland einzurichten, ist längst überfällig", so Constanze Krehl, Sprecherin der europäischen Sozialdemokraten für Regionalpolitik im Europäischen Parlament. Damit unterstützt die SPD-Europaabgeordnete die Richtungskorrektur, die EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso beim Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag in Brüssel empfehlen möchte.
Barroso hatte im Vorfeld des EU-Gipfels vorgeschlagen, eine Milliarde Euro aus nicht abgerufenen EU-Strukturfördermitteln für Griechenland als Konjunkturhilfe bereitzustellen, um die eingebrochene Wirtschaft wiederzubeleben. Da die Mittel bereits im EU-Haushalt vorgesehen sind, müssten somit keine zusätzlichen Gelder dafür aufgebracht werden.
"Spar- und Strukturreformen, die Athen jetzt erbringen muss, sind ohne Frage notwendig – bringen das Land aber in eine Schieflage, wenn kein Geld für dringende Investitionen in die Wirtschaft vorhanden ist. Deswegen ist ein zweites Standbein in Form von konkreten Konjunkturhilfen unbedingt erforderlich, um wieder Stabilität in Griechenland herzustellen", betont Krehl.
Die Sozialdemokratin spricht sich außerdem dafür aus, die Pflicht zur sogenannten Kofinanzierung bei Projekten, die mit EU-Geldern finanziert werden, für Griechenland vorübergehend auszusetzen. Rund 15 Milliarden Euro sind als Strukturfördermittel im Haushalt für die griechischen Empfängerregionen bis Ende 2013 noch vorgesehen. Da dem Land aber Geld fehlt, um seinen Eigenanteil an der Projektfinanzierung zu leisten, hat Griechenland praktisch keinen Zugriff darauf. "Wir verfügen im Haushalt bereits über die Fördermittel, mit denen wir den Griechen beim Aufbau ihrer Wirtschaft helfen können. Hier muss in Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen investiert werden, um den Menschen eine Perspektive zu bieten. Nur so können wir die Unterstützung der griechischen Bevölkerung gewinnen, damit sie weitere Sparanstrengungen auch mittragen", führt Constanze Krehl aus.
Richtungsentscheidung im Europäischen Parlament für EU-Haushalt ab 2014 - Leipzig soll von neuer Förderkategorie profitieren
Am Mittwoch fiel im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg eine Richtungsentscheidung über den EU-Haushalt ab 2014. Im Rahmen der Haushaltsplanung für die nächsten Jahre wurde im Plenum der Abschlussbericht zur Finanziellen Vorausschau mit 468 zu 134 Stimmen verabschiedet. Demnach soll die Kohäsionspolitik, das größte Einzelbudget des europäischen Haushalts, in der nächsten Förderperiode mindestens so viel Geld bekommen wie bisher.
Die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl (SPD) zeigte sich nach der Abstimmung erleichtert und zufrieden. Sie leitete als Koordinatorin für ihre Fraktion die Verhandlungen zur Regionalpolitik.
Die drei ostdeutschen Regionen Leipzig, Dessau und Süd-Brandenburg sollen von einer neuen, zeitlich begrenzten Förderkategorie profitieren. Sie enthält die aus der Höchstförderung ausscheidenden Regionen und solche, deren Pro-Kopf-Einkommen zwischen 75 und 90 Prozent des EU-Durchschnitts liegt. Dank einer Schutzklausel geht diese neue Förderung nicht zu Lasten der übrigen Regionen.
„Solidarität mit allen Regionen Europas ist und bleibt der rote Faden der Kohäsionspolitik. Alle Regionen brauchen Zugang zu europäischer Förderung, wenn wir die Ziele des Zusammenhalts in Europa erreichen wollen. Wir wollen Investitionen in Infrastruktur, in Bildung und Forschung, in eine nachhaltige Stadtentwicklung und wir wollen hervorragend ausgebildete Fachkräfte – das kostet nun einmal Geld“, so Constanze Krehl am Mittag nach der Abstimmung im Plenum.
Der EU-Haushalt muss auf Vorschlag der Kommission zwischen den Mitgliedsländern im Rat und dem Parlament ausgehandelt werden. Der Bericht, der die Position des Parlaments in den anstehenden Verhandlungen klar macht, ist Ergebnis des auf ein Jahr eingesetzten Sonderausschusses SURE.
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